Yoga

Lila

Was hast du in den letzten Monaten in den letzten Jahren toll hast du gearbeitet dich immer verausgabt und schau das feine Jackett dazu und immer noch ein Schulterpolster höher und die Boots na fein kannst du in denen laufen so richtig aufrecht gehen wenn du auf den Boden stampfst wie eine Herrscherin und sagst so machen wir das jetzt und je mehr du deinen Entscheidungsblazer zurechtrückst je mehr du sagst so und nicht anders desto mehr lachen und bekämpfen sie dich.

Da kennen die nix und niemanden da gibt es revolte da gibt es krawall wenn du dir diesen strengen pferdeschwanz bindest und deine haare milizbraun färbst wenn du deine nägel in schwarz lakierst und wenn du deine Lippen blutig beißt das nützt alles nichts denn deine stimme ist nicht hart genug und dein blick nicht weich und am ende bist du es die über allen drübersteht weil dann ziehst du die boots and und stehst auf plateau.

Dann bist du gewachsen wie Gras. Wie ein Blumenstrauß, der kopfüber von der Decke hängt. Und dann bist du gewachsen und du kennst dich ja immer erst immer richtig gut wenn es dir richtig schlecht geht: Sie wollen, dass es dir schlecht geht, das ist so langweilig; denen ist so langweilig so fad wie sie an deiner Lust an der Macht und an deinem Begehren kleben, die kleben wie Camouflage-Efeu an dir und denen fällt nichts Neues ein, als dir dein rotes Jackett um die Ohren zu hauen.

Weil du dann schulterpolsternd gehst wie eine, die alle um sich wegballert; wie eine die nicht mal zuckt, wenn sie sich an ihrem Bein hochziehen. Aber ich verrat dir jetzt was, das nur die Frauen bei uns im Tal wissen. Ich schieß es nach Wien, dass es durch den Lauf bark zu dir rüberknallt. Rot ist die Farbe eines vergangenen Sommers. Und Lila, meine Liebe, das machst du wissen: Lila haben wir unsere Besten begraben.

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